a philosophy of timetravel, 2016-, 18 Keramikschalen, Fotografie auf Washipapier

Für die Ausstellung dieser fotografischen Sequenz mache ich, mithilfe flüssiger Fotoemulsion, Washipapier lichtempfindlich, was daraufhin im analogen Prozess mit den Motiven der Serie belichtet werden kann. Die Fragilität des Materials mache ich mir zunutze, indem ich die entstehenden Bilder in mit Wasser gefüllte Keramikschalen lege. Dies hat die Zersetzung der Bilder innerhalb weniger Tage zufolge.

Das Thema -dieser zum Objekt gewordenen Fotografien- sind Erinnerungen als wandelbares Konzept. Die Betrachter sind Teil des Prozesses: durch das Wiederaufgreifen, Neuinterperetieren und Erzählen von Vergangenem verändert sich die Erinnerung selbst.

Die Form von Entwicklerschalen aus der Dunkelkammer wurde von mir in einem zeitaufwendigen Abformungsverfahren in Keramik nachgebildet. Da es in der Arbeit um den Wert einer Erinnerung geht, habe ich mich bewusst für dieses edle Material entschieden.

[photographic sequence, 18 ceramicvessels 2016-
the series is showcased in water, contained in handmade ceramic vessels, which take their form from darkroom bowls. The vessels were handmade in a labourintense process by myself. While exhibited, the prints vanish after some days. This process is inspired by the act of memorizing itself: by rethinking and retelling a memory, it changes and dissolves.]